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Stadtwerke Solms
Oberndorfer Str. 20
D-35606 Solms

Tel.: 06442 910-0
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Rufbereitschaft:
Wasserversorgung
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Abwasserentsorgung
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Trinkwasser

TrinkwasserJUNGE

Geschichte

In vorindustrieller Zeit gab es eine Vielzahl öffentlicher Brunnen auf Straßen und Plätzen, von denen das Wasser ins Haus getragen werden musste. Da der Zusammenhang zwischen Grund- und Oberflächenwasser und die Gefahren der Verschmutzung durch Abwässer unbekannt waren, traten in den Städten wiederholt Seuchen auf.  z.B. die Cholera. Das Wasser aus den Brunnen in den Dörfern war also oftmals nicht ohne gesundheitliche Risiken verwendbar, geschweige denn genießbar. Man besann sich auf die Erschließung von Wassergewinnungsanlagen außerhalb der Dörfer; hierfür wurden Transportleitungen notwendig. Im Wasserleitungsbau machte Oberbiel 1892 den Anfang. Die Arbeiten wurden zunächst 1893 mit dem Bau einer „Wassersammelstube“ im Dernbachtal beendet. Bereits im Jahr 1887 befasste sich die Gemeinde Oberndorf mit einem Wasserleitungsbau-Projekt. Die Wasserleitung mit Hochbehälter im Hohental konnte 1893 in Betrieb gehen. 1908 folgte die Gemeinde Niederbiel, welche zuvor ihr Wasser aus einem Laufbrunnen, welcher das Dorf durchzog und auch den Brandweiher speiste, bezog. Albshausen modernisierte im Jahr 1909 seine Wasserversorgung. Der Bau eines Sammelbehälters im Laubacher Weg und die Verlegung der Wasserleitungen einschließlich Hausanschlüsse wurde ausgeführt, nachdem bereits im Jahre 1900 der Querschnitt einer vorhandenen Wasserleitung vergrößert wurde. Die Gemeinde Burgsolms befasst sich trotz vieler Privatbrunnen seit den 1890er Jahren intensiv mit Wasserleitungsprojekten, welche in den 1920er Jahren umgesetzt.
 
Trinkwasserversorgung heute

Heute sind 98,2 Prozent der Bevölkerung an eine Wasserversorgung angeschlossen. Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1!
Die Stadtwerke Solms versorgen 14.700 Einwohner mit Trinkwasser, welches ausschließlich aus Grundwasser gewonnen wird. Es wird teilweise aus Kalkkarstgestein gefördert, teilweise aus Stollen und Quellen. Die natürliche Bodenfilterung des Wassers macht das Grundwasser zum idealen Ausgangswasser für die Trinkwasserversorgung. Grundwasser besitzt für die Trinkwassergewinnung von Natur aus ideale Eigenschaften: Es ist klar, frisch, geschmacksneutral, frei von Krankheitserregern und enthält keine Stoffe in unzulässiger Konzentration. Dem Stollenwasser wird durch Filterung des Wassers Eisen und Mangan entzogen, das Stollen- und Quellwasser wird, größtenteils durch UV-Anlagen, desinfiziert.
Die Stadtwerke Solms verfügen über zwölf Wassergewinnungsanlagen, hiervon acht Tief-/Flachbrunnen, zwei Quellen und zwei Stollen mit einer Leistung von insgesamt 1.540.000 m3/Tag.
Im Jahr 2005 wurden 577.431 cbm Trinkwasser verkauft. Damit ist die Sicherheit der Solmser Wasserversorgung langfristig gewährleistet - es steht eine ausreichende Menge Rohwasser in guter Qualität zur Verfügung.
Acht Wasserhochbehälter und drei Zwischenbehälter mit einem Gesamtvolumen von 4.200 m3 sorgen für die Speicherung von ausreichend Wasser, auch im Brandfall. Durch 105 Kilometer Wasserleitung und 4.370 Hausanschlüsse werden die Einwohner im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Solms versorgt. Die Regelung des Versorgungsdruckes im Netz erfolgt entsprechend der Topographie über 4 Druckminderanlagen und 3 Druckerhöhungsanlagen. Hierdurch ergeben sich verschiedene Versorgungszonen. Zur Überprüfung, Spülung und für Notfälle sind außerdem 696 Hydranten im Wasserleitungsnetz des Stadtgebietes eingebunden.
Ein Wassermeister sowie 2 Facharbeiter und ein Auszubildender betreiben die Trinkwasserversorgung mit allen dazu gehörigen Anlagen.
Laut Trinkwasserverordnung und in Absprache mit dem Gesundheitsamt wird das Trinkwasser an den Wassergewinnungsanlagen und im Stadtgebiet in regelmäßigen Abständen von einem zertifizierten Probenehmer eines akkreditierten Labors untersucht. Somit ist es möglich, ein Trinkwasser, welches der Trinkwasserverordnung entspricht, der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Die Investitionen in die Erweiterung und Verbesserung der Wasserversorgung zur Sicherstellung des Brandschutzes betragen bisher rd. 850.000 Euro.